Ärzte Zeitung online, 09.11.2010

Eisai wächst und steigert seinen Gewinn

FRANKFURT/MAIN (ava). Das forschende japanische Pharmaunternehmen Eisai hat von April bis September 2010, der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2010/2011, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn stieg sogar um 29,2 Prozent.

Eisais Forschungsschwerpunkt ist Demenz und M. Alzheimer. Das meistverkaufte Präparat ist nach wie vor das Alzheimer-Medikament Aricept® (Donepezil) mit einem weltweiten Umsatz von 172 Milliarden Yen (1,51 Milliarden Euro) im ersten Halbjahr. Mit dem Protonenpumpenhemmer Pariet® konnte Eisai in den letzten sechs Monaten einen Umsatz von 70,3 Milliarden Yen (617 Millionen Euro) erwirtschaften.

Einen leichten Umsatzrückgang musste die deutsche Niederlassung verbuchen: Sie erwirtschaftete 41,8 Millionen Euro (nach mehr als 45 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum).

Mit Nachdruck treibt Eisai seine Ausrichtung auf den Bereich Onkologie voran. "In der Onkologie besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an wirksamen und besser verträglichen Medikamenten. Jeder neue Wirkstoff wird für die stetig steigende Zahl krebskranker Menschen zu einer neuen Chance," sagt Andreas Wiegand, Geschäftsführer der Eisai GmbH.

Die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres standen im Zeichen der Anpassung der Unternehmensstruktur an die zukünftige Ausrichtung des Konzerns auf die Bereiche Onkologie und Epilepsie. Eine herausragende Rolle spielt dabei die Vorbereitung auf die Markteinführung von Eribulin-Mesylat, einer Substanz zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem und metastasiertem Brustkrebs. Dieses Präparat aus der Forschungspipeline von Eisai wurde Ende März in Europa, Japan und den USA zur Zulassung eingereicht.

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