Ärzte Zeitung online, 03.12.2010

General Electric will in Deutschland stärker werden

MÜNCHEN/FAIRFIELD (dpa). Der US-Mischkonzern General Electric will seinem deutschen Erzrivalen Siemens in dessen Heimatmarkt wieder stärker Konkurrenz machen. "Deutschland ist für General Electric heute wieder ein wichtiger Wachstumsmarkt", sagte Deutschlandchef Georg Knoth.

General Electric (GE) baue das Deutschlandgeschäft aus und setze dabei auch auf Übernahmen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. Der US-Konzern wolle hier schneller wachsen als in anderen Regionen. Schwerpunkte bildeten die Umwelttechnologie und das Finanzgeschäft.

Damit gehen die US-Amerikaner gegen ihren Konkurrenten Siemens in die Gegenoffensive. Siemens-Chef Peter Löscher hatte vor kurzem erklärt, der Konzern sei auf Augenhöhe mit GE. Die Münchner setzten GE zuletzt verstärkt in den USA zu.

Knoth machte deutlich, dass Deutschland für GE an Gewicht gewinne. Schon jetzt spiegele sich in Umsatz und Ergebnis die überdurchschnittliche wirtschaftliche Entwicklung hierzulande wider. Dies werde sich auch in einem Stellenaufbau niederschlagen. Derzeit beschäftigt der Konzern in Deutschland etwa 7000 Mitarbeiter.

General Electric hatte vor einigen Wochen angekündigt, in den nächsten drei Jahren weltweit 30 Milliarden Dollar investieren zu wollen. Wie Siemens setzt auch GE auf Schwellenländer wie Brasilien, China und Indien.

Knoth nennt auch Deutschland in einem Atemzug mit diesen Staaten. Wie viel von den 30 Milliarden Dollar in Deutschland landen könnte, wollte er aber nicht sagen. 2009 soll GE Schätzungen zufolge 9 von insgesamt 157 Milliarden Dollar in Deutschland umgesetzt haben.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11061)
Organisationen
General Electric (50)
Siemens (571)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »