Ärzte Zeitung online, 10.12.2010

Beiersdorf senkt Prognose

Der Umbau des Unternehmens macht dem Nivea-Hersteller Beiersdorf offenbar zu schaffen. Am Freitag hat der Vorstand seine Prognose für 2010 gesenkt. Nun sollen Teile des Sortiments auf den Prüfstand.

HAMBURG (dpa). Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Grund sind die Kosten des Unternehmensumbaus wegen des schwächelndes Pflege- und Kosmetikgeschäfts.

Der Beiersdorf-Vorstand habe ein Maßnahmen- und Investitionspaket beschlossen, teilte der Konzern am Freitag mit. Artikel, die nicht gut laufen, fallen aus dem Sortiment. Aus dem Geschäft der dekorativen Kosmetik will Beiersdorf in Deutschland aussteigen.

Gleichzeitig soll Geld in die Entwicklung neuer Produkte fließen, mit denen Beiersdorf die wegfallenden Umsätze mittelfristig aufgefangen will. Die im Dax notierte Aktie rutschte nach der Mitteilung deutlich ins Minus.

Beiersdorf geht eigenen Angaben davon aus, dass bis 2012 Aufwendungen von rund 270 Millionen Euro anfallen. Davon werden 120 Millionen Euro noch 2010 wirksam. Die EBIT-Umsatzrendite werde im Gesamtjahr rund 9 Prozent betragen und nicht wie zuvor angenommen 11 Prozent. Der Konzernumsatz soll um 2 bis 3 Prozent (zuvor 3 Prozent) steigen.

Außerdem trennt sich Beiersdorf von seinem Finanzvorstand. Bernhard Düttmann (51) wird das Unternehmen Anfang 2011 verlassen. Seine Nachfolge soll dann der 57 Jahre alte Ulrich Schmidt antreten.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11850)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

16:00 UhrZu viel und zu schlecht gekennzeichnet: Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesunde Ernährung. Die Politik will nun eingreifen. mehr »

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »