Ärzte Zeitung online, 17.12.2010
 

Merck und Sanofi gehen bei Krebsarzneien gemeinsame Wege

DARMSTADT (eb). Die beiden Pharmahersteller Merck Serono und Sanofi-Aventis wollen bei der Entwicklung neuer Krebsarzneien kooperieren. Geplant sei zunächst der Austausch von drei Wirkstoffkandidaten, wie Merck am Freitag in Darmstadt mitteilte.

Das Ziel der Zusammenarbeit beschreiben die Darmstädter mit der Suche nach "neuen, experimentellen Wirkstoffkombinationen, die spezifische Signalwege in Krebszellen blockieren könnten". Daraus könnten neue zielgerichtete Krebstherapien.

Getestet werden sollen Kombinationen mit einem MEK-Inhibitor, einem PI3K/mTOR-Inhibitor und einem Klasse-I-PI3K-Inhibitor. Den ersten Wirkstoffkandidaten stellt Merck Serono aus seiner Pipeline, die beiden anderen kommen von Sanofi.

Beide Partner sind nach Merck-Angaben zunächst für entsprechende Dosisfindungsstudien verantwortlich. Sanofi soll eine Lizenz für den MEK-Inhibitor erhalten, um die Kombination mit dem PI3K-Inhibitor zu untersuchen.

Merck Serono wiederum erhalt eine Lizenz für den PI3K/mTOR-Inhibitor, um die Kombination mit dem eigenen Kandidaten zu bewerten.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11185)
Organisationen
Merck (946)
Sanofi-Aventis (1637)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bariatrische Chirurgie rückt Bluthochdruck zu Leibe

Adipöse Hypertoniker konnten in einer Studie nach bariatrischer Chirurgie ihre antihypertensive Medikation reduzieren. Die Hälfte erreichte sogar eine Remission des Bluthochdrucks. mehr »

Droht uns jetzt eine Staatskrise?

Jamaika gescheitert, politisches Vakuum in Berlin. Am Beispiel der Gesundheitspolitik lässt sich zeigen, warum das noch keine Krise ist. mehr »

Das müssen Ärzte beim Impfen beachten

Allergische Reaktionen sind eine Kontraindikation für eine erneute Anwendung des Impfstoffs. Ist eine weitere Impfung dennoch nötig, sollten Ärzte diese Tipps beherzigen. mehr »