Ärzte Zeitung online, 22.12.2010

Merck KGaA muss 280 Millionen Dollar wegen US-Rechtsstreit zahlen

PITTSBURGH (dpa). Der Darmstädter Pharmakonzern Merck wird für die Beilegung eines Rechtsstreits der früheren Tochter Dey in den USA im laufenden Jahr zusätzliche Belastungen verbuchen müssen.

Die für verschiedene Rechtsstreitigkeiten gebildeten Rückstellungen im Konzern reichten nicht für die Begleichung der Zahlung aus, sagte ein Merck-Sprecher am Dienstag. Merck werde deshalb im vierten Quartal eine Sonderbelastung von 60 bis 70 Millionen Euro haben.

Der Rechtsstreit geht in das Jahr 2006 zurück, als Dey noch zum Merck-Konzern gehörte. Die US-Justizbehörde hatte damals ein Verfahren wegen Rückerstattungszahlungen eingeleitet. Mit der nun erzielten Beilegung werden für Dey 280 Millionen Dollar fällig.

Die Zahlung muss Merck leisten. Die Darmstädter hatten im Jahr 2007 ihr Generikageschäft mit Dey an den US-Konzern Mylan für 4,9 Milliarden Euro verkauft. Bei der Transaktion war vereinbart worden, dass Merck für noch ausstehende Rechtsstreitigkeiten haftet.

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