Ärzte Zeitung online, 03.01.2011

EC-Karten: Sparkassen schaffen Magnetstreifen ab

BERLIN/WIESBADEN (dpa). Im Kampf gegen den Datenklau an Geldautomaten wollen die Sparkassen den Magnetstreifen von EC- Karten (Girocards) nach und nach verbannen. Ab 01. Juli 2011 werden alle EC-Zahlungen etwa im Handel nur noch über den Chip mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl abgewickelt.

Ab 2012 werden dann alle Abhebungen am Geldautomat mittels Girocard ausschließlich per Chip und PIN folgen, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Montag in Berlin mitteilte.

Im Anschluss sollen auch Geschäfte wie etwa der Ausdruck des Kontoauszugs umgestellt werden.

Der Verband reagierte auf einen Vorstoß des Bundeskriminalamtes (BKA), das wiederholt das Aus der unsicheren Magnetstreifen gefordert hatte. Nur so könne das Ausspähen von Kundendaten am Automaten verhindert werden.

Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) erklärte am Montag, dass seit Jahresbeginn alle 93 Millionen Girocards in Deutschland mit einem Chip ausgestattet sind. "Europaweit gilt damit ein einheitliches technisches System, welches die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllt", teilte der ZKA mit, in dem die fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossen sind. Bei betrügerischen Manipulationen erstatte die Kreditwirtschaft den Kunden die Schäden.

Damit die Karten nach der Umstellung auf die Chiptechnologie weiterhin außerhalb des europäischen Sepa-Raumes ("Single European Payment Area") einsetzbar sind, können die Magnetstreifen aber noch nicht verschwinden, wie der DSGV erklärte: "Im Ausland wird der Magnetstreifen noch häufiger eingesetzt."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »