Ärzte Zeitung online, 01.02.2011

Genzyme und Sanofi auf dem Weg zur Einigung

CAMBRIDGE/PARIS (brs). Sanofi-Aventis ist der Übernahme von Genzyme ein gutes Stück näher gekommen. Die Diskussionen zwischen beiden Unternehmen sind so weit fortgeschritten, dass Genzyme nun eine Due-Diligence-Prüfung durch Sanofi-Aventis zulässt. Damit dürfen die Franzosen dem US-Biotech-Unternehmen in die Bücher schauen.

Genzyme und Sanofi auf dem Weg zur Einigung

Sanofi-Aventis - der Übernahme von Genzyme ein Stück näher gekommen.

© dpa

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Bewertung von Alemtuzumab (MabCampath®). Der monoklonale Antikörper kommt bereits bei chronischer lymphatischer Leukämie zum Einsatz, Genzyme strebt die Zulassung zur Therapie bei Multipler Sklerose an.

Durch ein sogenanntes "Contingent Value Right" (CVR) könnten weitere Zahlungen an die Aktionäre fließen, wenn die neue Indikation Erfolg hat.

Eine Garantie, dass aus der geplanten feindlichen am Ende eine freundliche Übernahme mit Zustimmung des Genzyme-Boards wird, möchte Genzyme freilich nicht geben.

"Genzyme kann keine Versicherung darüber abgeben, dass die Gespräche mit Sanofi in eine Transaktion münden, die von seinem Board als im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre bewertet werden", teilte Genzyme mit.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Bezugnahme auf drei mit den Verhandlungen vertraute Personen gemeldet, beide Seite hätten sich auf die Umrisse einer Vereinbarung geeinigt.

Eine Vereinbarung sei schon in ein bis zwei Wochen möglich. Das bisherige Angebot von Sanofi-Aventis von 69 Dollar je Aktie hatte das Genzyme-Board als zu niedrig abgelehnt.

Sanofi hatte die Angebotsfrist bisher zweimal verlängert, ohne das Angebot aufzustocken und ohne dass eine nennenswerte Zahl von Aktien angedient wurde. Zum 21. Januar lagen Sanofi-Aventis Angebote über lediglich 0,4 Prozent (knapp 1,1 Millionen Dollar) Genzyme-Aktien vor.

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