Ärzte Zeitung online, 09.03.2011

Forest Laboratories will Clinical Data übernehmen

NEWTON/MASS (cw). Der US-amerikanische Pharmahersteller Forest Laboratories hat den Aktionären der Clinical Data Inc. ein Übernahmeangebot unterbreitet.

Die Übernahme war bereits im Februar zwischen dem Management beider Unternehmen vereinbart worden. Die Offerte läuft regulär bis 4. April. Forest bietet pro Clinical-Data-Aktie 30 Dollar in bar. Damit würde der Kaufpreis zunächst 1,2 Milliarden Dollar betragen.

Weitere Zahlungen sollen meilensteinabhängig fließen. Dabei geht es hauptsächlich um Fortschritte mit Clinical Datas Hauptprodukt, dem Antidepressivum Viibryd™ (Vilazodon).

Das Präparat ist das erste Arzneimittel, das Clinical Data selbst entwickelt hat. Die Rechte an dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wurden exklusiv von der Merck KGaA einlizenziert. Die US-Behörde FDA hat Vilazodon im Januar zur Behandlung einer Major Depression zugelassen.

Fortgeschrittenstes Produkt der Clinical-Data-Pipeline hinter Viibryd™ ist der Vasodilatator Stedivaze (Apadenoson), der aktuell in Phase III für die Diagnostik von Herzerkrankungen geprüft wird. Weitere Kandidaten richten sich gegen Lungenhochdruck, Diabetes, Schmerzen oder Krebs.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 (das am 31. März 2011 endet) hat Clinical Data einen operativen Verlust von 36,9 Millionen Dollar erzielt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »