Ärzte Zeitung online, 10.03.2011

Pflegeheimbetreiber Curanum rutscht in die roten Zahlen

MÜNCHEN (dpa). Der Pflegeheimbetreiber Curanum ist wegen hoher Abschreibungen und Umbaukosten 2010 in die roten Zahlen gerutscht.

Unter dem Strich verbuchte der Konzern ohne eine mittlerweile verkaufte Einrichtung in Wien einen Verlust von 15,8 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 5,8 Millionen Euro in den Büchern stand, wie Curanum am Donnerstag in München mitteilte.

Den vorläufigen Zahlen zufolge belasten vor allem Abschreibungen auf die Immobilien des Konzerns und die Ausstattungen der Einrichtungen die Bilanz.

Dazu kommen Kosten etwa für die Zusammenlegung der Zentralen in München und Nürnberg in München. Der Umsatz wuchs bereinigt um die verkaufte Einrichtung in Wien um 1,5 Prozent auf knapp 257 Millionen Euro.

Curanum hatte im September ohne Angaben von Gründen den damaligen Chef Bernd Rothe gefeuert. Danach wurde der frühere Varta-Manager Walther Wever neuer Vorstandsvorsitzender.

Curanum hat 70 Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland und beschäftigte Ende vergangenen Jahres mehr als 6000 Mitarbeiter.

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