Ärzte Zeitung online, 13.04.2011

Grünenthals Ziel: Alle fünf Jahre ein neues Schmerzmittel

AACHEN(dpa). Der Pharmakonzern Grünenthal hat angekündigt, noch stärker in seine Forschung zu investieren. Dadurch soll es gelingen, sich auf dem Weltmarkt als Schmerzmittelspezialist zu behaupten.

Das Aachener Familienunternehmen investiere mit fast einem Viertel des Umsatzes überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Harald F. Stock, am Mittwoch.

In zwei Jahren werde das Familienunternehmen jeden dritten Euro reinvestieren. "Ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit, in dem Markt Bestand zu haben", sagte Stock.

Das auf dem weltweiten Pharmamarkt relativ kleine Unternehmen verfolgt das Ziel, alle fünf Jahre ein neues Schmerzpräparat in Umlauf zu bringen.

100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Dazu will Grünenthal nach eigenen Angaben am Standort Aachen in den nächsten Jahren 100 Millionen Euro in Forschungseinrichtungen investieren. Rund 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Die strategische Ausrichtung auf das Schmerzmittelgeschäft soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Dazu gehört auch der Schritt, aus dem Markt im Mittleren Osten und in Osteuropa auszusteigen.

"Wir suchen Partner, die in der Lage sind, das Geschäft zu bedienen", sagte Stock.

Märkte in Lateinamerika und USA im Blick

Im vergangenen Jahr stieg der bereinigte Umsatz nach eigener Auskunft um rund drei Prozent auf 910 Millionen Euro. Das Kerngeschäft Schmerzmittel legte um sechs Prozent zu.

Als Wachstumsmotoren für die Zukunft sollen die Geschäfte in Lateinamerika und den USA weiter ausgeschöpft werden. Das Unternehmen schließe auch den Kauf von Produkten und Firmen nicht aus, hieß es.

Grünenthal erwartet für das laufende Jahr einen gleich bleibenden Umsatz, bis 2015 soll er aber auf 1,5 Milliarden Euro steigen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »