Ärzte Zeitung online, 27.04.2011

J&J will 21,3 Milliarden Dollar für Synthes zahlen

ZÜRICH (dpa). Die Übernahme des Schweizer Medizintechnikherstellers Synthes durch den US-Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson steht kurz bevor.

Johnson & Johnson legte ein Angebot über insgesamt 21,3 Milliarden Dollar (rund 14,6 Milliarden Euro) vor, wie Synthes am Mittwoch mitteilte. Die Verwaltungsräte beider Gesellschaften hätten die Transaktion bereits genehmigt.

Auch Synthes-Firmengründer und Großaktionär Hansjörg Wyss habe dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Beide Unternehmen gehen demnach davon aus, dass das Geschäft in der ersten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden kann.

Im Detail bietet Johnson & Johnson 159 Schweizer Franken (rund 124 Euro) je Synthes-Aktie. Rund ein Drittel des Kaufpreises will der US-Konzern in bar bezahlen.

Der Deal war in der Branche erwartet worden: Synthes hatte in der vergangenen Woche über Fusionsgespräche zwischen beiden Parteien berichtet. Für Johnson & Johnson ist es der größte Zukauf in seiner Geschichte.

Synthes ist spezialisiert auf Implantate und chirurgisches Zubehör. Der US-Konzern Johnson & Johnson, der inzwischen ein Großteil seines Umsatzes auch mit Medizintechnik macht, kann mit Synthes seinen Anteil auf dem Orthopädie-Markt deutlich ausbauen.

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