Ärzte Zeitung, 30.05.2011

Weniger Firmenpleiten dank Aufschwung

HAMBURG (dpa). Dank der rasanten Konjunkturerholung rutschen immer weniger Unternehmen in Deutschland in die Pleite.

Im ersten Quartal 2011 sank die Zahl der Firmeninsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf 7423 Fälle, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Montag in Hamburg mit.

Für das Gesamtjahr rechnet Bürgel nun mit bis zu 30.000 Unternehmenspleiten und damit zur Rückkehr auf das Vorkrisenniveau. Im Krisenjahr 2009 hatten nach früheren Angaben mehr als 33.700 Betriebe Insolvenz angemeldet.

Firmen in Bayern besonders stabil

Der Trend könne allerdings gestoppt werden, falls klamme Euro-Staaten zahlungsunfähig würden. Auch anziehende Rohstoffpreise könnten den Wirtschaftsmotor ins Stottern bringen.

Gemessen an der Zahl der Unternehmen in den Bundesländern waren nach den Angaben im Auftaktquartal 2011 die Firmen in Bayern (16 Pleiten je 10 000 Unternehmen) finanziell besonders stabil, gefolgt von Baden-Württemberg (18) und Hessen (21).

Während der Bundesdurchschnitt bei 23 Fällen je 10.000 Betrieben lag, schnitt Bremen mit 50 Insolvenzen am schlechtesten ab. Auch in Sachsen-Anhalt (42) und Sachsen (34) konnten relativ viele Firmen ihre Rechnungen nicht mehr begleichen.

Fast die Hälfte der Pleiten ging im Auftaktquartal 2011 auf das Konto von Kleinstunternehmen (Gewerbetreibende, Einzelunternehmen).

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