Ärzte Zeitung, 13.06.2011

Deutschland auf dem Weg zu dauerhaftem Höhenflug

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Bundesbank sieht Deutschland auf dem direkten Weg zu einem dauerhaften wirtschaftlichen Höhenflug.

Die Konjunktur habe sich nicht nur schnell erholt und sei in einen breit angelegten Aufschwung gemündet, sondern sie zeige zunehmend auch alle Anzeichen einer lang gezogenen Expansionsphase, schreibt die Notenbank in ihrem am Freitag in Frankfurt vorgelegten Monatsbericht für Juni.

In dem Papier heißt es zur Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP): "Nach einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 3,6 Prozent im Jahr 2010 könnte das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 3,1 Prozent erreichen." Im Folgejahr 2012 sollen sich laut Vorhersage die Nachholeffekte im Zuge der vergangenen Wirtschaftskrise abschwächen und die BIP-Wachstumsrate auf geschätzte 1,8 Prozent Plus drosseln.

Jedoch ist das für die Bundesbank nur ein "Basisszenario". Sie schreibt: "Das Wachstum der deutschen Wirtschaft könnte sogar noch stärker ausfallen." Umfragen deuteten darauf hin. Andererseits warnt die Bank auch vor "Störungen im globalen und im europäischen Umfeld" wie etwa politische Unruhen, Naturkatastrophen oder die Euro-Krise.

Für 2012 sieht das Papier die Arbeitslosenzahlen deutlich unter der Drei-Millionen-Marke. Die Erwerbslosenquote könnte auf 6,5 Prozent sinken. Derzeit sind in Deutschland 2,96 Millionen Menschen ohne Job, die Arbeitslosenquote liegt bei 7 Prozent.
Der halbjährige Monatsbericht korrigierte die frühere Einschätzung aus Dezember 2010 deutlich nach oben. Damals hatten die Notenbanker für 2011 ein BIP-Plus von nur 2 Prozent vorausgesagt.

Für die Preise sieht der Bericht jedoch auch eine eher kritische Entwicklung voraus: Vor allem wegen der steigenden Energiekosten und der brummenden Konjunktur insgesamt werde die Inflation weiter wachsen. "Im Mittel könnten die Verbraucherpreise im Jahr 2011 um 2,5 Prozent und im Jahr 2012 um 1,8 Prozent steigen."

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