Ärzte Zeitung, 18.06.2011

Hamburg unter der Flagge der Gesundheitswirtschaft

HAMBURG (di). Die Hamburger Gesundheitssenatorin Dr. Cornelia Prüfer-Storcks setzt auf die Gesundheitsheitswirtschaft. Den Unternehmen will sie gute Standortbedingungen bieten.

"Wir wollen den Gesundheitsstandort stärken und uns in diesem Feld noch besser gegenüber anderen Regionen positionieren.", sagte die Senatorin in einem Beitrag für den Verein Gesundheitsmetropole Hamburg.

Neben der Schaffung eines gesunden Umfeldes und einer "hervorragenden Versorgung" nannte sie als weiteres Ziel, den Unternehmen der Gesundheitswirtschaft gute Standortbedingungen zu bieten.

Prüfer-Storcks sieht die Hansestadt dabei auf einem guten Weg. Als Beleg führt sie die erreichten Etappenziele Gründung der Clusteragentur Gesundheitswirtschaft Hamburg, des Vereins Gesundheitsmetropole Hamburg und die Entwicklung des Projektes Psychenet - Hamburger Netzwerk Psychische Gesundheit an. Nun geht es für sie darum, auf dieser Grundlage die Akteure der Gesundheitswirtschaft in Hamburg noch enger zu vernetzen.

Als Herausforderung für die Zukunft betrachtet Prüfer-Storcks auch die Attraktivität des Pflegeberufes. "Wir müssen alle Register ziehen, um mehr Menschen in die Pflegeausbildung zu bringen und langfristig im Beruf zu halten", sagte die Senatorin.

Dabei strebt sie an, die Aktivitäten in der stationären Krankenpflege und der Altenpflege zu vernetzen, die Fort- und Weiterbildung zu intensivieren und - sofern die Qualifikation stimmt - ausländische Abschlüsse anzuerkennen.

Prüfer-Storcks war von 2006 bis 2011 Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg und zuvor Staatssekretärin im Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen. Seit 23. März 2011 ist sie Gesundheitssenatorin in Hamburg.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »