Ärzte Zeitung online, 05.07.2011

Amerikaner übernehmen Rowa

KELBERG (cw). Die mittelständische Rowa GmbH wird von dem börsennotierten US-Unternehmen CareFusion (San Diego) übernommen.

CareFusion lässt sich den Hersteller automatischer Kommissioniersysteme für Apotheken rund 150 Millionen Dollar kosten. Die Amerikaner erhoffen sich von der Akquisition eine schnellere Expansion ihres europäischen Automaten-Geschäftes mit stationären und Klinikapotheken.

Unter der Marke Pyxis® vertreibt CareFusion Systeme zur sicheren Medikamentenabgabe in Krankenhäusern, beispielsweise elektronische Medikamentenschränke. Außerdem produztiert CareFusion Medizintechnik. Rowa mit seinen Kommissionier- und Abgabeautomaten für den Einzelhandel betrachte man daher als sinnvolle Ergänzung, heißt es.

Rowa wurde 1996 gegründet und beschäftigt heute 314 Mitarbeiter. Weltweit verfügt das Unternehmen über 20 Repräsentanzen. Nach eigener Auskunft arbeiten bislang 3500 Apotheken mit Kommissionierautomaten von Rowa.

Einen Rückschlag musste der Automatenhersteller voriges Jahr mit seinem Abgabeterminal "Visavia" verkraften. Dessen breitere Markteinführung scheiterte am Bundesverwaltungsgericht, das den Betrieb des Terminals als unvereinbar mit geltendem Apothekenrecht ansah.

CareFusion erwirtschaftete 2010 knapp vier Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro, plus neun Prozent im Vorjahr) und erzielte dabei einen operativen Gewinn von 472 Millionen Dollar (plus sechs Prozent).

Rowa setzte 2009 rund 49 Millinen Euro um (minus elf Prozent) und wies nach Steuern 4,7 Millionen Euro Gewinn aus (minus 19 Prozent).

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11047)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »