Ärzte Zeitung online, 21.07.2011

Starker Franken drückt Roche-Gewinn

BASEL (dpa). Der starke Franken hat den Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche in den ersten sechs Monaten ausgebremst.

Der Konzerngewinn des weltgrößten Herstellers von Krebsmedikamenten sank um fünf Prozent auf 5,26 Milliarden Franken (rund 4,5 Milliarden Euro), wie der Novartis-Konkurrent am Donnerstag mitteilte.

Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen legte der Überschuss dagegen um zehn Prozent zu. Die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr wurden erhöht.

In den ersten sechs Monaten machte Roche die gesunkene Nachfrage (minus 8 Prozent) nach dem Antikörper Bevacizumab (Avastin®) weiter zu schaffen.

Der Konzernumsatz fiel um zwölf Prozent auf 21,7 Milliarden Franken. Im Pharmageschäft erzielte Roche mit 16,8 Milliarden Franken 13 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum.

Roche ist im Gegensatz zu Konkurrenten wie dem französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis weniger von Patentabläufen für umsatzstarke Medikamente betroffen, leidet wie die Wettbewerber aber unter den Sparbemühungen verschiedener Regierungen.

Mit einem Sparprogramm reagieren die Schweizer auch auf Rückschläge bei der Entwicklung neuer Medikamente. Roche will bis 2012 rund 4800 Stellen streichen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11057)
Organisationen
Roche (671)
Sanofi-Aventis (1623)
Wirkstoffe
Bevacizumab (286)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »