Ärzte Zeitung online, 28.07.2011

Generika belasten Pharmariesen Sanofi

PARIS (dpa). Günstige Nachahmer-Medikamente vermiesen dem französischen Pharmariesen Sanofi die Geschäfte.

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp zwölf Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Wie viele etablierte Pharmakonzerne haben auch die Franzosen das Problem, dass Patente auslaufen und andere Hersteller Generika auf den Markt bringen.

Vor allem im zweiten Quartal dieses Jahres sei das Ergebnis dadurch belastet worden, kommentierte der deutsch-kanadische Konzernchef Christopher Viehbacher am Donnerstag in Paris.

Der Gesamtumsatz von Sanofi-Aventis stieg im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Hintergrund seien auch die Sparprogramme in den Gesundheitssystemen der EU-Staaten, erklärte das Unternehmen. Im Gegensatz zu vorherigen Prognosen blickt Sanofi-Aventis allerdings optimistischer in die Zukunft.

Gute Fortschritte erzielt Sanofi-Aventis nach eigenen Angaben bei der Integration des US-Biotechnologieunternehmens Genzyme, das im Frühjahr übernommen wurde.

Die Zusammenarbeit soll bis Ende 2013 Einsparungen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar (rund 487 Millionen Euro) ermöglichen. Das auf Mittel gegen seltene Krankheiten spezialisierte Unternehmen steuerte im zweiten Quartal einen Umsatz in Höhe von 796 Millionen Euro bei.

sVor allem mit der Übernahme von Genzyme will Sanofi-Aventis die Gefahr von Umsatz- und Gewinneinbrüchen wegen auslaufender Patente mindern.

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