Ärzte Zeitung online, 02.08.2011

Pfizer profitiert von geringeren Steuern

NEW YORK (dpa). Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im zweiten Quartal dank niedrigerer Kosten für die Wyeth-Integration und geringerer Steuern mehr verdient.

Der Überschuss sei um fünf Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in New York mit. Der Umsatz ging dabei vor allem wegen der Schwäche im Heimatmarkt leicht auf 17 Milliarden Dollar zurück.

Pfizer-Chef Ian Read rechnet unter anderem wegen Patentabläufen bei wichtigen Medikamenten 2011 und 2012 mit einem Umsatzrückgang. Um die Kosten im Griff zu halten, fährt Pfizer seine Forschung und Entwicklung zurück und stellt seine Sparten auf den Prüfstand.

Den Gewinn je Aktie will das Unternehmen sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr steigern. Neben den anvisierten Kostensenkungen soll der Rückkauf von eigenen Aktien dabei helfen.

2011 will Pfizer eigene Aktien für insgesamt fünf bis sieben Milliarden Dollar zurückkaufen - bis Mitte des Jahres erwarb das Unternehmen bereits eigene Anteile für 4,3 Milliarden Dollar.

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[02.08.2011, 14:52:24]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
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Genau das ist der Grund, weswegen die konservativen Republikaner mit ihren Tea-Party-Fanatikern in den USA die Demokraten unter Präsident Barack Obama mit der Blockade jeglicher Steuererhöhungen vor die Wand fahren lassen wollen. Die Reichen, Superreichen bzw. die wenigen amerikanischen Großkonzerne mit Spitzengewinnen wie z. B. der weltgrößte Pharma-Riese Pfizer zahlen immer weniger Steuern, während ein wenigstens halbwegs funktionierendes, für Alle zugängliches US-Gesundheitswesen auf der Strecke bleibt. 'Shame on You!'

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM (z. Zt. Bergen aan Zee)

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