Ärzte Zeitung online, 17.08.2011

Deutscher Aktienmarkt mit weiteren Verlusten

FRANKFURT (dpa). Die deutsch-französischen Pläne zur Stabilisierung der Eurozone haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nicht helfen können. Um 15.30 Uhr lag der Dax bei 5942 Punkten (minus 0,87 Prozent).

Er zeigte sich damit aber etwas erholt vom Tagestief bei 5870 Punkten und blieb auch über dem gestrigen Tiefststand. Am Vortag hatte der Leitindex im Minus geschlossen, aber bis zum Ende einen Großteil der Tagesverluste wieder wettgemacht.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Mittwoch um 1,56 Prozent auf 9007 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor deutlichere 2,76 Prozent auf 722 Punkte. Die Zuversicht insgesamt scheine erneut angeschlagen, hieß es aus dem Markt.

"Umsetzung dauert Jahre"

Darüber hinaus belastete der PC-Hersteller Dell mit seinen Zahlen und dem Ausblick vom Vorabend Technologiewerte. Die deutsch-französischen Vorschläge für eine europäische Wirtschaftsregierung seien lediglich eine Vision, monierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank.

„Die Umsetzung dauert Jahre, und derzeit trauen die Märkte das der Politik auch nicht zu.“

Bankwerte unter Druck

Die Aktien der Deutschen Börse verloren 7,11 Prozent und lagen damit abgeschlagen am Dax-Ende. Händler verwiesen auf die Pläne für eine Finanztransaktionssteuer innerhalb der Eurozone. Auch die Bankenwerte gerieten wieder unter Druck: Die Deutsche Bank gab um 2,07 Prozent nach und die Commerzbank verlor 2,24 Prozent.

Die Technologiewerte wurden neben den Dell-Zahlen auch von der Konjunkturabhängigkeit ihrer Geschäfte belastet. Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon verloren 3,65 Prozent.

Die Papiere des Softwareherstellers SAP gaben um 1,86 Prozent nach. Kursgewinne von 1,23 Prozent gab es indes nach guten Zahlen beim Baukonzern Hochtief.

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