Ärzte Zeitung online, 06.09.2011

Sanofi will weitere zwei Milliarden Euro einsparen

PARIS (eb). Der französische Pharmakonzern Sanofi will seine Kosten bis zum Jahr 2015 um weitere zwei Milliarden Euro senken.

Neue Kostensenkungsprogramme und Synergien aus der Integration des amerikanischen Biotechunternehmens Genzyme sollen Sanofi bis 2015 Einsparungen von zwei Milliarden Euro bringen. Das teilte Sanofi am Dienstag bei einer Investorenkonferenz mit.

Bislang hatte das Unternehmen bis 2013 Einsparungen von 700 Millionen Dollar (etwa 495 Millionen Euro) allein aus der Übernahme und Integration von Genzyme in Aussicht gestellt.

Der Umsatz werde in den Jahren 2012 bis 2015 im Durchschnitt um mindestens fünf Prozent wachsen, kündigte Sanofi-Chef Chris Viehbacher an.

In den Jahren 2008 bis 2011 habe Sanofi "eine eindrucksvolle Transformation" durchlaufen, so Viehbacher. Von 2011 bis 2012 würden die negativen Folgen auslaufender Patente, wie etwa des Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel (Plavix®) gemildert.

Plavix® war in den vergangenen Jahren der Blockbuster des Unternehmens, mit dem jährlich Milliardenumsätze generiert wurden. Mit dem Genzyme-Kauf für fast 15 Milliarden Euro konnte Sanofi die negativen Auswirkungen der wachsenden Konkurrenz durch Nachahmermittel zuletzt bereits etwas abfedern.

Genzyme ist auf schwer zu kopierende Medikamente gegen seltene Krankheiten spezialisiert und wird seit 1. April voll bei Sanofi konsolidiert.

Sanofi rechnet damit, dass Genzyme sowie "Wachstumsplattformen" wie Diabetesarzneien, Tiermedizin oder Impfstoffe im Jahr 2015 mehr als 80 Prozent des Umsatzes stellen werden.

Für 2011 rechnet das Unternehmen mit einem Anteil von etwa 66 Prozent. In Entwicklungs- und Schwellenländern plant der Konzern über den Zeitraum 2012 bis 2015 mit einem zweistelligem Umsatzwachstum.

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