Ärzte Zeitung online, 19.09.2011
 

Rosatom will Siemens für Medizintechnik

MOSKAU (dpa). Nach dem angekündigten Ausstieg von Siemens aus dem Atomgeschäft will der russische Staatskonzern Rosatom die Zusammenarbeit mit den Münchnern auf die Medizintechnik beschränken.

Die beiden Unternehmen führten Gespräche über ein Joint-Venture, sagte Rosatom-Sprecher Sergej Nowikow am Montag der Agentur Interfax in Moskau. So könne der Konzern etwa die Produktion von Isotopen einbringen.

Rosatom hatte im vergangenen Jahr mit der Herstellung von Molybdän-99 begonnen, das etwa in der nuklearmedizinischen Diagnostik verwendet wird.

Siemens hatte vor zwei Jahren eine Absichtserklärung für ein gemeinsames Unternehmen mit Rosatom unterschrieben.

Die Zusammenarbeit scheiterte aber zunächst am Streit zwischen Siemens und seinem französischen Ex-Partner Areva. Für die Münchner ist Russland ein wichtiger Milliardenmarkt.

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