Ärzte Zeitung online, 18.10.2011

Neuer Haltbarkeitshinweis auf Lebensmitteln erwogen

BERLIN (dpa). In der Koalition gibt es einem Zeitungsbericht zufolge Überlegungen, den Begriff Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmittelverpackungen zu streichen und durch einen anderen Hinweis zu ersetzen.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe) berichtet, soll die Änderung dabei helfen, dass die Deutschen weniger Essen auf den Müll werfen.

Der Vorsitzende des Ernährungsausschusses des Bundestages, Hans-Michael Goldmann (FDP), verwies auf den englischen Verzehr-Hinweis "best before...", was so viel bedeute wie "am besten vor dem...".

Peter Bleser (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Verbraucherministerium, erläuterte, das Mindesthaltbarkeitsdatum sei kein Verfallsdatum. "Jeder Hersteller baut ein Sicherheitspolster ein." Der Verbraucher müsse daher zugleich stärker über die Bedeutung der Datumsangabe aufgeklärt werden.

Auf Antrag von Union und FDP werde sich der Ernährungsausschuss des Bundestages an diesem Mittwoch mit dem Thema beschäftigen, berichtete die Zeitung.

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat mehrfach beklagt, dass in Deutschland jährlich Tonnen an Nahrungsmitteln auf dem Müll geworfen würden - vielfach nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte erreicht sei.

Genaue Werte würden derzeit in einer Studie ermittelt, bisherige Vermutungen bewegten sich zwischen 6 und 20 Millionen Tonnen pro Jahr.

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