Ärzte Zeitung online, 03.11.2011

Chemie-Industrie steht auf der Bremse

FRANKFURT/MAIN (dpa). Nach dem starken Jahresbeginn steht die deutsche Chemie-Industrie weiter auf der Bremse.

Im dritten Quartal ging die Produktion in Folge geringerer Bestellungen um 2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt berichtete. Der Umsatz schrumpfte um 1 Prozent auf 44,5 Milliarden Euro.

Grund für die Zurückhaltung sei die Verunsicherung durch Finanzturbulenzen und Schuldenkrise sowie die Hoffnung auf sinkende Rohstoffpreise.

Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft sei aber intakt, erklärte VCI-Präsident Klaus Engel.

Produktion ist gestiegen

"Aufgrund der guten Auftragslage haben unsere industriellen Kunden ihre Produktion erneut ausgedehnt. Wenn die Lagerbestände aufgebraucht sind, werden sie wieder mehr Chemikalien bestellen", sagte Engel.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag die Produktion im dritten Quartal 2,5 Prozent höher. Die Werke waren damit zu guten 84 Prozent ausgelastet.

Der Umsatz erreichte 6,5 Prozent mehr als im dritten Quartal 2010 und auch die Zahl der Beschäftigten ist laut Verband um 2,0 Prozent auf 423.000 gestiegen.

Prognose bestätigt

Der VCI bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr mit einem Produktionsplus von 5 Prozent bei 5 Prozent höheren Preisen.

Der Umsatz werde 2011 mit einem Plus von rund 10 Prozent erstmals die Marke von 180 Milliarden Euro erreichen. Die deutsche Chemiebranche bleibt somit weiter auf Rekordkurs.

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