Ärzte Zeitung online, 30.12.2011
 

Amgen und Watson starten Biosimilar-Kooperation

THOUSAND OAKS (cw). Biosimilar-Kooperationen liegen im Trend: Erst kürzlich schlossen Stada und Gedeon Richter sowie Samsung und Biogen entsprechende Vereinbarungen.

Nun hat auch der Biotechriese Amgen einen Partner gefunden. Zusammen mit dem US-Generikakonzern Watson will Amgen analoge Krebs-Antikörper entwickeln.

Den Angaben zufolge wird Amgen für deren Entwicklung, Produktion und anfängliche Vermarktung zuständig sein. Watson wird zunächst 400 Millionen Dollar an Amgen zahlen sowie Know-how in Sachen Lifecycle-Management und Marketing in wettbewerbsintensiven Märkten beisteuern.

Dafür wird Watson an den Produktumsätzen beteiligt. Die Krebs-Biosimilars sollen unter einem gemeinsamen Label "Amgen/Watson" angeboten werden.

Nähere Auskunft zu ihren Portfolio-Plänen wollen beide Unternehmen derzeit nicht geben. Es heißt lediglich, Analoga umsatzstarker Amgen-Originale - beispielsweise Enbrel® (Etanercept) oder Epogen® (Epoetin alfa) - zu entwickeln, sei nicht vorgesehen.

Biosimilars gelten in der Pharmabranche als eines der aussichtsreichsten Geschäftsfelder. Dass inzwischen nicht mehr nur Generikafirmen, sondern auch Originalhersteller und Biotechpioniere wie Amgen und Biogen in dieses Me-too-Segment einsteigen, zeigt dass die Diskussion um die Vergleichbarkeit von Biosimilars allmählich an Brisanz verliert.

Erst kürzlich hatte Biogen Idec mit der koreanischen Samsung ebenfalls ein Biosimilar-Joint-Venture geschlossen, an dem Samsung mit 85 Prozent die Mehrheit hält.

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