Ärzte Zeitung online, 02.03.2012

Trotz Generika-Konkurrenz: UCB schafft leichtes Plus

BRÜSSEL (cw). Zweistellige Zuwachsraten belegen: Mit seinen neuen Produkten ist der Pharmahersteller UCB langfristig gut aufgestellt: 625 Millionen Euro (+51 Prozent) hat der belgische ZNS-Spezialist 2011 mit seinen drei nach eigenem Bekunden wichtigsten jüngeren Arzneimittelinnovationen umgesetzt.

Darin zusammengefasst sind die Erlöse von Cimzia® (Certulizumab gegen Rheumatoide Arthritis), Vimpat® (Lacosamid gegen Epilepsie) und Neupro® (Rotigotin / Parkinson).

Auch das in einigen Märkten, allen voran in Nordamerika bereits generische Antiepileptikum Keppra® (Levetiracetam) konnte 2011 noch einmal ordentlich zulegen, um drei Prozent auf 966 Millionen Euro.

Hier hätten sich einerseits verspätete Generika-Launches in Europa, andererseits die starke Nachfrage in außereuropäischen Märkten zugunsten UCBs ausgewirkt, heißt es.

Insgesamt konnte der Konzern mit 3,25 Milliarden Euro Umsatz (+1,0 Prozent) die Effekte generischer Konkurrenz sowohl für Keppra® als auch diverse andere Altprodukte knapp kompensieren. Auf Basis unveränderter Wechselkurse hätte das Plus zwei Prozent betragen.

2012 wird allerdings ein Umsatzrückgang einkalkuliert; rund 3,1 Milliarden Euro lautet die Prognose. Auch beim operativen Gewinn (EBITDA) bleibt die Erwartung mit 630 bis 660 Millionen Euro merklich unter dem 2011er-Wert (683 Millionen Euro).

Operativ hatte UCB schon im zurückliegenden Geschäftsjahr zu knapsen. Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie gestiegene Ausgaben für Markteinführungen ließen den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um sieben Prozent auf 435 Millionen Euro schrumpfen.

Dank erheblich geringerer Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen vervielfachte sich der Gewinn vor Steuern dann aber von 19 Millionen auf 229 Millionen Euro. Einschließlich Erträgen aus nicht fortgeführten Geschäften wurden daraus nach Steuern 235 Millionen Euro.

Der Hauptversammlung sollen pro UCB-Anteilsschein ein Euro Dividende vorgeschlagen werden. Das ist ein Zuwachs von zwei Prozent.

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