Ärzte Zeitung, 05.03.2012

Bionorica will den Umsatz in vier Jahren verdoppeln

Gerade hat Bionorica das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Jetzt holt der Phytopharmaka Hersteller zu einer noch größeren Expansion aus.

DÜSSELDORF (brs). Rund 170 Millionen Euro hat die Bionorica-Gruppe (Neumarkt/Oberpfalz) im vergangenen Jahr umgesetzt.

Bionorica

Branche: Forschender Hersteller pflanzlicher Arzneimittel

Sitz: Neumarkt in der Oberpfalz

Aktuelle Geschäftszahlen: Nettoumsatz 172,1 Mio. Euro (2011); Wachstum: 15,5 Prozent, Auslandsanteil: 62 Prozent

Mitarbeiter: 1048 (Ende 2011), 10,3 Prozent mehr als Ende 2010; in Deutschland 546 (plus 11,7 Prozent)

Wichtige Produkte: Sinupret®, Bronchipret® (Atemwege), Mastodynon® (Gynäkologie), Canephron® (Urologie)

In vier Jahren sollen es doppelt so viel sein. Ein ehrgeiziges Investitionsprogramm soll die Voraussetzungen für die "fundamentale Expansion" des Phytopharmaka-Spezialisten schaffen, hieß es auf der Bilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf.

Nach 12,4 Millionen Euro 2011 sind für dieses Jahr 20,8 Millionen budgetiert, unter anderem für die Erweiterung der Produktionskapazitäten, die Vergrößerung der Lagerflächen, die Erweiterung der Laborflächen und für Forschung und Entwicklung.

Für das erwartete Wachstum in diesem und den kommenden Jahren setzt das Unternehmen auf verschiedene günstige Faktoren im In- und Ausland. So rechnet Vorstandsvorsitzender Professor Michael Popp mit einer Konsolidierung des Phyto-Marktes in Deutschland.

Die Tendenz gehe in Richtung "qualitative Phytopharmaka". Ärzte, Apotheker und Patienten fragten nach pflanzlichen Präparaten, deren Wirksamkeit belegt ist.

Als Hersteller, der selbst intensiv Forschung betreibt, sieht sich Bionorica daher in diesem Konsolidierungsprozess auf der Gewinnerseite und rechnet mit einem weiteren Zuwachs an Marktanteilen.

Einen deutlichen Impuls für den Inlandsumsatz erhofft sich das Unternehmen von einem innovativen pflanzlichen Produkt, das unmittelbar vor der Zulassung durch das BfArM stehe. Doch für das größte Wachstum dürfte auch in Zukunft das Auslandsgeschäft sorgen. Es trug schon im vergangenen Jahr 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Mittelfristig dürften es 75 bis 80 Prozent werden. Zum einen will Bionorica neue Märkte - wie Mexiko und Brasilien - erschließen, zum anderen in den bereits erschlossenen Märkten weitere Phytopharmaka aus dem bestehenden Portfolio registrieren. Denn noch längst sind nicht alle Produkte aus dem Portfolio in allen Märkten erhältlich.

Bionorica 2011: Das vergangene Jahr war das "bisher erfolgreichste Geschäftsjahr" in der Geschichte des Unternehmens. Der Umsatz stieg um 15,5 Prozent auf 172,1 Millionen Euro, der Auslandsumsatz um 29 Prozent. An der Spitze lag Russland mit einem Plus von 43,6 Prozent.

In Deutschland wuchs das Unternehmen weniger stark, aber erneut gegen den Trend. Während sich der Markt der Phytopharmaka in der Apotheke um 1,6 Prozent verkleinerte, legte Bionorica um 4,8 Prozent zu.

Der Marktanteil nach Umsatz erreichte in den Kernmärkten, in denen das Unternehmen vertreten ist, 15,3 Prozent. So war Sinupret® erneut Marktführer bei rezeptfreien Erkältungsmitteln.

Die Mitarbeiterzahl wuchs weltweit um 10,3 Prozent auf 1048. In diesem Jahr sollen weitere 100 Mitarbeiter eingestellt werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn im Dialog mit den Ärzten

Seit Monaten wird heiß ums Terminservice- und Versorgungsgesetz diskutiert. Heute stellte sich Jens Spahn direkt den Fragen der Ärzteschaft zu TSVG, Sprechstunden und Co. Das Wichtigste der Veranstaltung in 13 Tweets. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »