Ärzte Zeitung online, 20.04.2012

Merck-Chef Kley will Kosten deutlich senken

FRANKFURT/MAIN (dpa). Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat seinen Aktionären wegweisende Effizienzsteigerungen versprochen.

Das Dax-Unternehmen werde die Kosten auf breiter Front senken, um Mittel für Investitionen freizusetzen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Merck KGaA, Karl-Ludwig Kley, am Freitag auf der Hauptversammlung in Frankfurt.

Kley: "Wenn wir Merck ... deutlich nach vorn bringen wollen - und das wollen wir - dann muss die Senkung unserer Kosten signifikant sein."

Das werde aber nur gelingen, wenn beim Personal gespart werde. 2011 seien 40 Prozent der operativen Kosten in diesem Bereich angefallen. Zum Personalabbau gebe es keine Alternative.

Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern in Deutschland, wo Merck 25 Prozent seiner 40.000 Mitarbeiter beschäftigt, seien auf einem guten Weg und könnten "relativ zeitnah" abgeschlossen werden, sagte Kley.

"Beide Seiten stimmen überein, dass Entscheidungen sozialverträglich und möglichst auf freiwilliger Basis umgesetzt werden sollen."

Im Geschäftsjahr 2011 hatte Merck erstmals mehr als 10 Milliarden Euro umgesetzt. Der Nettogewinn ging allerdings wegen hoher Abschreibungen um 2,3 Prozent auf 617,5 Millionen Euro zurück.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11928)
Organisationen
Merck (982)
Personen
Karl-Ludwig Kley (57)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Muster-Weiterbildung in trockenen Tüchern

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärzte beschlossen und veröffentlicht. mehr »

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Es gibt deutlich mehr ausbildende Ärzte

Vor drei Jahren wurde die Förderung der ärztlichen Weiterbildung verbessert. Das zeigt offenbar Wirkung: In deutlich mehr Praxen werden nun Ärzte ausgebildet. mehr »