Ärzte Zeitung online, 19.07.2012

Novartis macht deutlich weniger Gewinn

BASEL (dpa). Der anhaltende Preisdruck bei Arzneimitteln schmälert beim Schweizer Pharmakonzern Novartis den Profit.

Der Reingewinn des Branchenriesen sank im ersten Halbjahr 2012 um 9 Prozent auf 5,06 Milliarden Dollar (rund 4,12 Milliarden Euro). Der Umsatz ging um 3 Prozent auf 28,038 Milliarden Dollar zurück, teilte Novartis am Donnerstag in Basel mit.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 4 Prozent, während der Reingewinn stagnierte. Die Zahlen entsprachen den Erwartungen von Analysten.

Novartis rechnet aber damit, dass Erfolge mit jüngst eingeführten Marken und Produktivitätssteigerungen "das Wachstum voraussichtlich langfristig vorantreiben", heißt es in der Bilanz-Mitteilung.

Konzernchef Joseph Jimenez wies darauf hin, dass Novartis im zweiten Quartal bei acht potenziell umsatzstarken neuen Medikamenten wichtige Zulassungshürden genommen habe.

Dazu gehört die Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur für Everolimus (Afinitor®) zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs.

"Damit konnten wir unsere zukünftigen Wachstumsaussichten weiter stärken", sagte Jimenez. Neue Produkte machten inzwischen 29 Prozent des Nettoumsatzes von Novartis aus - gegenüber 25 Prozent im vergangenen Jahr.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (12172)
Organisationen
Novartis (1667)
Krankheiten
Mamma-Karzinom (2655)
Wirkstoffe
Everolimus (105)
Personen
Joseph Jimenez (23)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »

Ab 1. August lockt Extra-Honorar

Je nachdem, warum und auf welchem Weg ein (Neu-)Patient in die Praxis kommt, verspricht das Termineservicgesetz Ärzten ab 1. August extrabudgetäres Honorar, Zuschläge oder einen Bonus von zehn Euro. mehr »

Verursacht Kiffen Psychosen?

Wer kifft, trägt ein erhöhtes Psychoserisiko. Ob dies am Konsum von Cannabis liegt, ist aber alles andere als klar. Eine aktuelle Studie liefert immerhin neue Indizien. mehr »