Ärzte Zeitung online, 26.07.2012

Sanofi verzeichnet deutliches Gewinnplus

Der Pharmakonzern Sanofi konnte seinen Überschuss im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent erhöhen.

PARIS (dpa). Der französische Pharmakonzern Sanofi hat im ersten Halbjahr dank der Nachfrage nach Diabetesmitteln und dem Wachstum in den Schwellenländern deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

Das Erlösplus bei der Biotech-Tochter Genzyme sowie geringere Abschreibungen und Restrukturierungskosten ließen den Überschuss um rund 35 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 7,8 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro.

Sanofi-Chef Christopher Viehbacher sieht sich mit der strikten Kostenkontrolle und dem Ausbau von Wachstumsfeldern auf gutem Weg, die Umsatzausfälle durch Patentabläufe abzufedern.

Er bestätigte am Mittwoch den Ausblick für 2012. Der Konzern stellt sich demnach wegen der zunehmenden Konkurrenz für wichtige Medikamente wie den Blutverdünner Plavix (Clopidogrel) auf einen Gewinnrückgang ein.

Der Überschuss je Aktie vor Sonderposten wie Abschreibungen und Restrukturierungskosten werde im laufenden Geschäftsjahr 12 bis 15 Prozent hinter dem Vorjahr zurückbleiben, sagte Viehbacher in einer Telefonkonferenz.

Zu neuen Stellenabbau-Plänen äußerte er sich nicht. Laut Gewerkschaftsvertretern sollen allein in Frankreich zwischen 1200 und 2500 Jobs in Gefahr sein.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (12042)
Organisationen
Genzyme (167)
Sanofi-Aventis (1725)
Wirkstoffe
Clopidogrel (430)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schmerzloses Impfen per Pflaster

Forscher arbeiten an Impfpflastern, mit denen sich Vakzinen schmerzfrei applizieren lassen, ganz ohne Nadel. Die Pflaster haben viele Vorteile und könnten für höhere Impfraten sorgen. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »

Hier tummeln sich die meisten Hausärzte

Die Arztdichte in einer Region ist relevant für die Entscheidung, wo Allgemeinmediziner sich niederlassen – gerade für junge Ärzte. Unsere Karte des Monats zeigt, wo die Konkurrenz zwischen Hausärzten am größten ist. mehr »