Ärzte Zeitung, 12.12.2012

Radiologie

Hanserad stellt Insolvenz-Antrag

Die Hanserad Gruppe ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die medizinische Versorgung laufe jedoch weiter.

HAMBURG. Die bundesweit an acht Standorten tätige Hanserad Radiologie GmbH & Co. KGaA sowie sieben weitere Gesellschaften der Hanserad Gruppe haben Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Nach Angaben des Unternehmens bestellte das Amtsgericht Hamburg die Hamburger Rechtsanwälte Dr. Gideon Böhm von der Kanzlei Münzel und Böhm und Heiko Fialski von der Kanzlei Johlke Niethammer und Partner zu vorläufigen Insolvenzverwaltern.

Fialski betonte, dass die medizinische Versorgung zunächst wie gewohnt weiter laufen soll und die Gehälter der rund 300 Beschäftigten im gesamten Bundesgebiet durch das Insolvenzgeld gesichert seien. Ziel der Insolvenzanwälte sei der Erhalt des Unternehmens.

Gründer und Geschäftsführer der Hanserad Radiologie ist Prof. Wolfgang Auffermann.Hanserad Radiologie betreibt radiologische Facharztpraxen und Radiologieabteilungen in Krankenhäusern an derzeit acht Standorten (Neumünster, Geesthacht, Dannenberg, Boizenburg, München und mehrere Standorte in Hamburg).

Der Bau der fast fertig gestellten Diagnoseklinik Hamburg in der Alten Oberpostdirektion am Hamburger Stephansplatz ruht bis zur Klärung der Liquiditätssituation.Die Anwälte arbeiten zurzeit an einem Sanierungskonzept.

"Dabei ist der gesamtheitliche Erhalt der Radiologiebetriebe in einer stabilen wirtschaftlichen Situation unser Ziel", sagte Fialski. Die Liquiditätssituation sei vor allem durch enorme Investitionskosten in den Diagnosezentren und hohe Kreditkosten verursacht worden.

"Ich hoffe, dass die Insolvenzverwalter mit ihrem Sanierungskonzept erfolgreich sein werden, damit die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter erhalten bleiben", sagte Auffermann. (di)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11776)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »