Ärzte Zeitung, 21.05.2013

Übernahme

Curagita springt bei Hanserad Radiologie ein

Curagita springt bei Hanserad Radiologie ein

HAMBURG. Die Curagita Holding AG übernimmt die insolvente Hanserad Radiologie im Auftrag der größten deutschen Radiologengenossenschaft, der Deutsche Radiologienetz AG (DeRaG).

Der Betrieb wird nach Angaben der Insolvenzverwalter fortgeführt. Dreiviertel der Beschäftigten werden übernommen.

Die Hanserad Radiologie betreibt sieben Standorte in Hamburg und Umgebung sowie in München. Ende vergangenen Jahres hatte sie Insolvenz angemeldet.

Hanserad beschäftigt 40 Radiologen und Nuklearmediziner, betreibt 30 Großgeräte (MRT, CT, PET) und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro.

Die Insolvenzverwalter konnten den Angaben zufolge aus einem Kreis von Interessenten auswählen. Nicht bei jedem Bieter war nach Informationen der "Ärzte Zeitung" gewährleistet, dass alle Standorte erhalten bleiben.

Standorte sanieren

Den Ausschlag für Curagita gab nach Angaben der Insolvenzverwalter das Fortführungskonzept des Heidelberger Radiologiemanagement-Unternehmens.

"Unser Ziel ist es, die Standorte zu sanieren und in einem genossenschaftlichen Betreibermodell mit Beteiligung der bisher angestellten Ärzte auszubauen. Am Praxisstandort in Hamburg eröffnen wir außerdem unser Büro Nord und unsere Zentrale für Shared Services für das gesamte Radiologienetz Deutschland. So werden wir die Praxengruppe, die jährlich über eine Million ambulante und stationäre Patienten für ihre zuweisenden Ärzte behandelt, in eine erfolgreiche Zukunft führen können”, sagte Dr. Johannes SchmidtTophoff, Vorstand von Curagita Holding und DeRaG, nach der Vertragsunterzeichnung in Hamburg.

Curagita erwartet, dass Hanserad von den Synergien, die das Radiologienetz mit 360 Radiologen und Nuklearmedizinern in 100 Praxen und 70 Krankenhausabteilungen bietet, profitieren wird.

Als Beispiele nannte das Unternehmen den Einkaufsverbund und zentrale Verwaltungspools. Curagita erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von über 26 Millionen Euro und gehört dem Management. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »