Ärzte Zeitung online, 07.06.2013
 

Funktion niedergelegt

Grünenthal baut Vorstand um

AACHEN. Dr. Harald Stock, erster Vorstandschef des Aachener Pharmaunternehmens Grünenthal, der nicht aus dem Kreis der Eigentümerfamilie stammte, hat das Unternehmen Ende Mai verlassen.

Gründe für den Weggang des 45-jährigen Managers, dessen Vertrag offiziell erst 2015 hätte enden sollen, nannte das Unternehmen nicht. Lediglich heißt es, Stock habe "seine Funktion niedergelegt".

Die Suche nach einem Nachfolger werde in Kürze beginnen. Interimsweise soll nun der bisherige stellvertretende Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, Professor Eric-Paul Pâques den Vorsitz übernehmen.

Der Grünenthal-Beirat danke Stock "für seine Verdienste um die Neuausrichtung des Unternehmens, die er in seiner Zeit engagiert vorangetrieben hat".

Stock trat seinen Posten bei Grünenthal Anfang 2009 an. In seine Amtszeit fällt ein umfangreicher Konzernumbau, in dessen Verlauf sich Grünenthal von mehreren Geschäftssparten - unter anderem Antibiotika und Kontrazeptiva - trennte.

In der Belegschaft galt Stock als umstritten, da man in ihm den Verantwortlichen für den Abbau von 170 Stellen in der Aachener Pharmaproduktion sah.

Unter Berufung auf Belegschaftskreise meldet die lokale "Aachener Zeitung", mit der Trennung von Stock habe das Unternehmen "Konsequenzen aus einer jahrelangen Führungskrise und einer wenig zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung gezogen". (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11250)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »