Ärzte Zeitung online, 28.08.2013

Roche

Wanka schaut in Penzberg vorbei

Roche-Chef Pfundner wirbt bei Ministerin für Steuerförderung.

PENZBERG. Die pharmazeutische Innovationskraft fokussierte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Dienstag beim Besuch des Roche-Standortes im bayerischen Penzberg. Wie Roche mitteilt, gehöre der Standort zu den größten Biotechnologie-Zentren Europas.

Über 5000 Beschäftigte erforschten und entwickelten dort in einem hoch innovativen Umfeld neue Therapieansätze, diagnostische Tests und Technologien.

Bei ihrem Rundgang in der Forschung sei es die Innovationskraft gewesen, für die sich die Ministerin besonders interessiert habe. Denn geistiges Kapital in Produkte umzusetzen, schaffe nachhaltig Werte in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Hierzu müssten Wissenschaft, Industrie und Politik an "einem Strang ziehen", zitiert Roche Wanka.

Das Risiko trage bei der pharmazeutischen Forschung alleine das Unternehmen, wie Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG im Gespräch mit der Forschungsministerin hervorgehoben habe. Viele Länder hätten daher steuerliche Anreize für Forschungsinvestitionen geschaffen, wie Pfundner verdeutlichte.

Er verband damit auch eine konkrete Forderung: "Eine steuerliche Forschungsförderung für Unternehmen auch in Deutschland würde uns im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger machen und damit auch Neuinvestitionen und neue Arbeitsplätze sichern".

Roche sei überzeugt, dass hierfür eine branchenübergreifende Diskussion gemeinsam mit verschiedenen Ressorts der Politik, wie Forschung, Gesundheit und Wirtschaft, notwendig sei. Eine nationale Gesundheitswirtschaftsstrategie und Investitionsanreize könnten sicherstellen, dass die Bundesrepublik am weltweiten Wachstumsmarkt "Gesundheit" Anteil habe. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

3-D-Druck ersetzt Gips-Zahnabdrücke

Die 3-D-Technologie hat längst Einzug in die Medizin gehalten. In München gibt es eine volldigitale Kieferorthopädie-Praxis. Vom Scan bis zum 3-D-Druck des Zahnmodells läuft alles digital. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »