Ärzte Zeitung online, 29.08.2013

Übernahme

AstraZeneca stockt Krebs-Pipeline auf

Die Übernahme des US-Entwicklers Amplimmune kann bis zu einer halben Milliarde Dollar kosten.

LONDON/GAITHERSBURG. AstraZeneca hat über seine Biotech-Tochter MedImmune das US-amerikanische Biotechunternehmen Amplimmune akquiriert.

Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen hat sich auf neue Therapeutika zur Modulation des Immunsystems spezialisiert; Indikationsschwerpunkt ist Krebs. Das Entwicklungsportfolio umfasst derzeit drei Kandidaten in noch sehr frühen klinischen Phasen.

MedImmune erwerbe 100 Prozent des privat gehaltenen Unternehmens, heißt es. Dafür werden zunächst 225 Millionen Dollar fällig. Abhängig vom Erreichen bestimmter Meilensteine in der weiteren Entwicklung können zusätzliche Zahlungen - bis zu 275 Millionen Dollar - folgen. Einschließlich regulatorischer Freigaben soll die Übernahme noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden.

Amplimmune wurde 2007 gegründet, Firmensitz ist Gaithersburg im Bundesstaat Maryland. MedImmune verfüge über eines der umfassendsten Entwicklungsprogramme immunvermittelter Krebstherapien. Der aktuelle Zukauf bedeute noch einmal eine erhebliche Konsolidierung, teilte AstraZeneca mit. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »