Ärzte Zeitung online, 15.11.2013

Pharma

Merck Darmstadt im Aufwind

Der Sparkurs von Merck greift, das Unternehmen wird schlanker. Die Prognosen für das Jahr 2013 wurden nach guten Quartalszahlen angehoben.

DARMSTADT. Erfolge beim Konzernumbau und die starke Nachfrage aus Schwellenländern haben dem Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck im dritten Quartal Rückenwind beschert. Zwar sanken die Gesamterlöse wegen negativer Währungseffekte zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro.

Doch sei das Unternehmen profitabler als zu Beginn des Veränderungsprozesses, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley und erhöhte die Prognose für 2013. Das Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBITDA) wurde von fast 3,2 Milliarden Euro auf bis zu 3,25 Milliarden Euro angehoben.

Im dritten Quartal nahm der Überschuss unter dem Strich auf 339,6 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Im Vorjahr hatte Merck noch einen Verlust von 63,2 Millionen Euro ausgewiesen. Gründe dafür waren Sonderbelastungen, die der Umbau nebst Sparprogramm mit sich brachte. Das Ergebnis vor Sondereinflüssen legte um 10,1 Prozent auf 830,7 Millionen Euro zu - laut Merck der bisher beste Quartalswert der Gruppe.

Den Großteil des Umbaus will Merck bis Ende 2014 abgeschlossen haben. Von 2018 an wollen die Darmstädter jährlich 385 Millionen Euro einsparen.

Allein in Deutschland sollen bis 2015 etwa 1100 Stellen wegfallen. Ende September beschäftigte Merck weltweit 37.976 Mitarbeiter - 2700 weniger als Ende 2011. (dpa)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (12050)
Organisationen
Merck (989)
Personen
Karl-Ludwig Kley (57)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »