Ärzte Zeitung, 13.01.2015

Orphan Drugs

Shire bietet Milliarden für NPS Pharma

Die irische Shire will den amerikanischen Orphan-Drug-Hersteller NPS Pharma übernehmen.

DUBLIN/BEDMINSTER. Kurzdarmsyndrom, Hypoparathyroidismus oder autosomal dominante Hypokalzämie sind die seltenen Krankheitsbilder, mit denen sich das US-Unternehmen NPS Pharma beschäftigt.

Fortgeschrittenstes Produkt ist der Wirkstoff Teduglutid gegen Kurzdarmsyndrom. In den USA ist das Mittel unter dem Namen Gattex® im Markt, in Europa seit 2012 unter dem Namen Revestive®.

Shire, auf ADHS-Medikamente und gleichfalls Orphan Drugs fokussiert, bietet nun für NPS 46 Dollar pro Aktie in bar. Eine entsprechende Übernahmevereinbarung sei mit dem NPS-Management bereits unterzeichnet worden, teilte Shire am Sonntag mit.

Der Angebotspreis bedeute einen Aufschlag von 51 Prozent auf den Schlusskurs vom 16. Dezember. Nehmen die NPS-Aktionäre an, kostet die Übernahme insgesamt rund 5,2 Milliarden Dollar (umgerechnet 4,4 Milliarden Euro).

In der Pipeline hat NPS aktuell ein rekombinantes humanes Parathyroidhormon gegen Hypoparathyroidismus, für den die Zulassung bereits beantragt wurde, sowie in Phase I einen kleinmoleküligen Antagonisten des Calcium sensitiven Rezeptors gegen Hypokalzämie. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »