Ärzte Zeitung, 13.03.2015

Marktforschung

Erkältungswelle beflügelt OTC-Geschäft

Die außergewöhnlich starke Grippesaison lässt die Kassen der Apotheken klingeln. Marktforscher melden Rekordumsätze für Offizinbetreiber und OTC-Industrie.

WALDEMS-ESCH. Im Winter 2013/14 hatten die Hersteller verschreibungsfreier Erkältungspräparate allen Grund, die ausbleibende Grippewelle zu beklagen. Dieses Jahr werden sie dafür mehr als entschädigt.

Wie der Marktforscher Insight Health berichtet, wurden bereits im Dezember deutlich mehr Erkältungsprodukte in öffentlichen Apotheken verkauft als in den Vorjahren.

Im Februar habe der Marktumsatz mit knapp 212 Millionen Euro (zu Apothekenverkaufspreisen) "gut 35 Prozent über dem Monatsdurchschnitt der vergangenen drei Jahre" gelegen und um fast 20 Millionen Euro über dem zuletzt im Februar 2013 gemessene Umsatz-Höchstwert für Husten-, Schnupfen- und Halsschmerzmedikamente.

Exorbitanter Wochenwert

Wie stark die Grippewelle das jüngste Wintergeschäft der Apotheken treibt, zeige sich an den Wochenumsätzen, heißt es. So erreichten bis dato "in starken Erkältungswochen" die Verkäufe durchschnittlich 37 Millionen Euro.

In der stärksten Februarwoche dieses Jahres seien dagegen OTC-Erkältungsprodukte für fast 58 Millionen Euro über die Handverkaufstische gegangen.

Die stärksten Marken nach Umsatz waren im Februar laut Insight Health Sinupret® (Bionorica), Grippostad® (Stada) und die Erkältungs-Range unter dem Namen Wick (Procter & Gamble).

Gemeinsam hätten die drei genannten Marken knapp 20 Prozent des gesamten Teilmarktes auf sich vereinigt. Absolut seien das rund 40 Millionen Euro. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »