Ärzte Zeitung, 18.02.2016
 

Unternehmen

Deutsche Roche absolviert 2015 über Konzerndurchschnitt

FRANKFURT/MAIN. Die deutschen RocheGesellschaften haben 2015 ihren Umsatz im Geschäft mit Dritten um acht Prozent auf 2,6 Milliarden Euro verbessert und lagen damit deutlich über dem Konzernschnitt von währungsbereinigt plus fünf Prozent. Die Pharmasparte legte um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu, die Diagnostikasparte um zwölf Prozent auf 558 Millionen Euro.

Die seit Beginn dieses Jahres eigenständig firmierende Vertriebslinie Roche Diabetes Care erwirtschaftete 313 Millionen Euro (+2,3 Prozent).

Die konzerninternen Verkäufe der hiesigen Roche-Töchter stiegen um 1,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Investitionen in Deutschland erreichten mit 570 Millionen Euro einen neuen Rekordwert, versicherte bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Frankfurt Dr. Hagen Pfundner, Geschäftsführer der Roche Deutschland Holding.

Pfundner kündigte für die kommenden drei Jahre etliche Indikationserweiterungen und Neueinführungen an, darunter für dieses Jahr den ALK-Inhibitor Alectinib (Alecensa®) gegen nicht kleinzelliges Lungenkarzinom sowie für 2017 den Checkpointinhibitor Atezolizumab, zunächst gegen Lungen- und Blasenkrebs, sowie den Antikörper Ocrelizumab gegen schubförmige und primär progrediente multiple Sklerose.

Von der US-Oberbehörde FDA hat der MS-Antikörper jetzt den Status eines Therapiedurchbruchs gegen primär progrediente MS erhalten. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »