Ärzte Zeitung online, 15.11.2016
 

Innovationszugang

GSK führt vor Janssen

Das Engagement forschender Pharmafirmen, den Zugang zu ihren Produkten in der 3. Welt zu verbessern, wird regelmäßig bewertet.

LONDON. GlaxoSmithKline freut sich einmal mehr über den ersten Platz im Access-to-Medicine-Index 2016. Damit habe GSK zum fünften Mal in Folge – mithin seit Einführung des Index' 2008 jedes Mal – die Poleposition in der alle zwei Jahre erstellten Bewertung inne, heißt es.

Der Gruppensieg sei "eine Auszeichnung dafür, dass wir im vergangenen Jahrzehnt sehr viel unternommen haben, den Zugang zur Gesundheitsversorgung auszuweiten", kommentierte Konzernchef Sir Andrew Witty.

Witty: "Unsere Anstrengungen haben zur Folge, dass mehr Kinder in den ärmsten Ländern gegen tödliche Krankheiten immunisiert werden, dass mehr Patienten die HIV- und Asthma-Medikamente erhalten können, die sie benötigen und dass lebenswichtige Impfstoffe und Medikamente die entlegensten Regionen erreichen."

Der Index wird von der unabhängigen Access to Medicine Foundation erstellt, die unter anderem mit Geldern der Bill & Melinda Gates Foundation sowie des britischen Entwicklungshilfeministeriums arbeitet.

Index prüft beispielsweise Preisgestaltung und F&E

Index-Kriterien sind die Preisgestaltung eines Pharmaunternehmens, die Rechtstreue seiner Marketingpraktiken, das Management des Produktzugangs, F&E-Anstrengungen, die Unterstützung von Generikaentwicklungen zu ihren Originalen, der Aufbau von Fertigungskapazitäten in Entwicklungsländern sowie die Spendenfreudigkeit, was die verbilligte oder kostenlose Medikamentenabgabe betrifft.

An zweiter Stelle im diesjährigen Access-to-Medicine-Index liegt das US-Unternehmen Johnson & Johnson. Die Konzernmutter von Janssen Pharmaceuticals konnte sich damit gegenüber 2014 um einen Platz verbessern.

Ebenfalls um einen Platz verbessert hat sich der Schweizer Pharmariese Novartis, der aktuell den dritten Platz belegt. Bestes deutsches Unternehmen ist an vierter Stelle die Merck KGaA. Auch Bayer (Platz 12) und Boehringer Ingelheim (16) finden sich auf der Liste wieder. (cw)

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