Ärzte Zeitung online, 18.11.2016

Anlagen-Kolumne

Weiterhin rosige Aussichten für Pharma

Hanno Kühn

Das Jahresende naht mit großen Schritten. Bald werden die Bücher geschlossen; dann zeigt sich, wie gut oder schlecht 2016 für Aktionäre war. Auch erste Prognosen für 2017 treffen nach und nach ein – ein guter Anlass, um für Anleger im Gesundheitsmarkt einen Blick in die Kristallkugel zu wagen.

Selbst ohne die Zahlen der Wirtschaftsinstitute anzusehen, ist eines klar: Der Gesundheitsmarkt wird weiter wachsen und dürfte Pharma- und Biotechfirmen ein neuerliches Absatzplus bescheren.

Dafür spricht schon die demografische Entwicklung: Bis 2050 werden rund ein Drittel der bundesdeutschen Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein. 2010 waren es erst ein Fünftel.

Und Deutschland ist nicht das einzige Land, das mit dem Alter konfrontiert ist: In China wird sich der Anteil der Über-65-Jährigen im gleichen Zeitraum von acht auf 24 Prozent verdreifachen: die Ein-Kind-Politik fordert ihren Tribut.

Dass wir immer länger leben, liegt nicht zuletzt an der guten Versorgung mit medizinischen Leistungen und Arzneimitteln. Die Innovationen der Hersteller sorgen für einen nicht versiegenden Strom neuer Wirkstoffe und tragen dazu bei, Krankheiten noch effektiver zu bekämpfen. Mit phänomenalem Erfolg: Die Anzahl der über 100-jährigen Deutschen – 2010 waren es rund 13.000 – soll bis 2060 auf über 170.000 zulegen.

Entsprechend positiv sind die Pharma-Prognosen: Der Marktforscher Evaluate Pharma erwartet für 2022 weltweit 1,12 Billionen Dollar Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Andere Marktbeobachter sind noch optimistischer.

Schließlich sind die Pipelines der Hersteller gut gefüllt: Laut dem US-Pharmaverband PhRMA befinden sich weltweit über 7000 Wirkstoffe in der Entwicklung. – Vielleicht ist deshalb gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, um in die börsennotierten Arzneimittelhersteller zu investieren.

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