Ärzte Zeitung online, 01.12.2016
 

Medizingase

Doch noch Fusion von Linde und Praxair?

MÜNCHEN. Der Aufsichtsrat des vom US-Rivalen Praxair umworbenen Industriegase-Konzerns Linde wird sich Kreisen zufolge in der kommenden Woche treffen. Das Kontrollgremium werde am 7. Dezember zusammenkommen, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch.

Dieser Termin sei aber schon seit längerem geplant. Auf der Agenda dürfte neben drei neu zu besetzenden Vorstandsposten auch der überarbeitete Fusionsvorschlag von Praxair stehen. Am Dienstagabend hatte Linde mitgeteilt, dass das Dax-Unternehmen ein neues Angebot des Mitbewerbers prüfen werde.

Fusionsgespräche waren vorerst gescheitert

Im September waren Fusionsgespräche zwischen Praxair und Linde vorerst gescheitert. Man sei sich bei der Wahl des Firmensitzes und der Struktur des fusionierten Unternehmens nicht einig geworden, hieß es damals.

Laut Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle war auch ein Streit zwischen dem damaligen Linde-Finanzchef Georg Denoke und Vorstandschef Wolfgang Büchele ein Grund für das Scheitern der Verhandlungen mit Praxair gewesen.

Denoke musste seinen Hut nehmen und Büchele teilte mit, dass er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehen wird. Zuvor war bereits Linde-Amerika-Chef Tom Blades zum Baudienstleister Bilfinger gewechselt und ist dort seit dem 1. Juli Unternehmenschef.

Bei einer Fusion von Linde und Praxair würde ein neuer Weltmarktführer für Industriegase entstehen. Linde hatte seinen globalen Spitzenplatz an den französischen Rivalen Air Liquide abtreten müssen, nachdem dieser im laufenden Jahr das US-Unternehmen Airgas geschluckt hatte. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »