Ärzte Zeitung online, 03.02.2017
 

Fukushima:

Loch unter Druckbehälter entdeckt

TOKIO.Bald sechs Jahre nach der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hat der Betreiber Tokyo Electric Power (Tepco) unter Reaktor Nummer 2 womöglich Überreste des geschmolzenen Kernbrennstoffes entdeckt. Wenn sich das bestätigt, wäre dies ein Durchbruch bei der Bewältigung der schlimmsten nuklearen Krise seit Tschernobyl. Eine Bildanalyse zeigt ein Loch von zwei Metern Durchmesser in einem Metallgitter unter dem Druckbehälter. Es könnte entstanden sein, als nach Ausfall der Kühlung nach dem Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 die Brennstäbe überhitzten und schmolzen. Montag hatte Tepco am selben Ort bereits "schwarze Masse" entdeckt. Die Bergung ist wegen hoher radioaktiver Strahlung bisher nicht möglich. (bso)

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