Ärzte Zeitung online, 24.02.2017

Finanzdienstleistungen

MLP setzt sich für 2017 hohe Ziele

Der Finanzdienstleister MLP blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2016 zurück. Zuwächse gab es vor allem bei Sachversicherungen und Altersvorsorge. In der Dividende schlägt sich das noch nicht nieder.

WIESLOCH/FRANKFURT. MLP ist mit der Strategie, die Basis seiner Erlöse zu verbreitern, um weniger abhängig von kurzfristigen Marktentwicklungen zu werden, im vergangenen Jahr ein gutes Stück vorangekommen. Das geht aus den aktuellen Geschäftszahlen des Finanzdienstleisters hervor, die am Donnerstag in Frankfurt vorgelegt wurden. "Wir haben die Umsatzbasis weiter verbreitert und Marktanteile ausgebaut, die Neukundengewinnung beschleunigt und die Basis für strukturelle Kostensenkungen gelegt", sagte Vorstandschef Dr. Uwe Schroeder-Wildberg laut Mitteilung bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Die Zahl der Familienkunden sei von 514.600 auf 517.400, davon 95.000 Medizinerkunden, gestiegen, die der gewerblichen Kunden von 18.600 auf 19.200, darunter 1800 Medizinerkunden.

Die Altersvorsorge ist und bleibt dabei das wichtigste Standbein des Finanzdienstleisters. Im vergangenen Jahr stiegen die MLP-Erlöse in diesem Segment um 2,7 Prozent auf 221,5 Millionen Euro. Das sind 36 Prozent der Gesamterlöse, die im Geschäftsbericht für 2016 mit 610,4 Millionen Euro angegeben werden (+10,1 Prozent). Ausgezahlt habe sich im vergangenen Jahr, dass die von MLP neu vermittelten Verträge überwiegend auf neuen Garantiekonzepten und fondsgebundenen Lösungen beruhten, so Schroeder-Wildberg.

Zweitwichtigste Säule im Portfolio ist nach den MLP-Zahlen das Vermögensmanagement, mit dem 166,4 Millionen Euro erwirtschaftet wurden – trotz des Verkaufs der FERI EuroRating Services AG etwas mehr als 2015. Den größten Sprung in der Gruppe machte das Sachversicherungsgeschäft, das von 54,9 auf 105,6 Millionen Euro nach oben schnellte. In der Krankenversicherung lagen die Erlöse laut MLP etwa auf Vorjahresniveau (45,8 Millionen Euro), die Finanzierung liege mit Erlösen von 15,4 Millionen Euro leicht unter Vorjahr.

Die gestiegenen Erlöse schlugen sich auch beim operativen Ergebnis nieder, das um 14,3 Prozent auf 35,1 Millionen Euro stieg. Aufgrund von "Einmalaufwendungen im Rahmen des Effizienzprogramms" in Höhe von 15,4 Millionen Euro fiel das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 30,7 auf 19,7 Millionen Euro, das Konzernergebnis fiel von 19,8 auf 14,7 Millionen Euro. Nach zwölf Cent je Aktie 2015 schlägt der Vorstand daher für das vergangene Jahr eine Dividende von acht Cent vor.

Die Kosten für die Umstrukturierung legten jedoch die Basis für niedrigere Kosten in den kommenden Jahren, betonte Schroeder-Wildberg. Für 2017 wird daher ein operatives Ergebnis von 45 Millionen Euro an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll dann bei 36 Millionen Euro liegen. (ger)

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