Ärzte Zeitung online, 08.06.2017

Stada

Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern

Die Übernahme des Generika-Herstellers Stada läuft schleppender als geplant. Jetzt reagieren die Käufer mit zwei Maßnahmen.

BAD VILBEL Die Finanzinvestoren Cinven und Bain haben das öffentliche Übernahmeangebot für die Stada AG bis 22. Juni verlängert. Ursprünglich sollte die Angebotsfrist am 8. Juni auslaufen.

Bis Mittwoch Mittag hätten erst 21,5 Prozent der Stada-Eigner ihre Aktien angedient, teilte das Bain/Cinven-Konsortium mit. Darüber hinaus wurde die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent auf 67,5 Prozent herabgesetzt.

Vor allem Privataktionäre – darunter traditionell auch viele Apotheker und Ärzte –, würden bislang unerwartet wenig Begeisterung für die Transaktion zeigen. Auch werde ein relativ hoher Anteil des Stada-Kapitals von Indexfonds gehalten, heißt es, die ihre Anteile in der zunächst gesetzten Frist nicht hätten andienen können.

Sollte die Mindestannahmequote auch unter der neuen Frist nicht erreicht werden, gilt das Akquisitionsvorhaben als gepatzt. Nach deutschem Übernahmerecht ist es nicht möglich, die Mindestannahmeschwelle erneut zu senken. (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (12768)
Organisationen
Stada (48)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

App-Branche macht Spahn Druck

In einem "Manifest für die Digitalisierung im Gesundheitssektor" fordern 47 Unternehmen aus der App-Branche, dass sich Deutschland stärker für digitale Innovationen öffnet. mehr »

Arztvorbehalt erhitzt weiter die Gemüter

Der Änderungsantrag der Koalition zum Notfallsanitätergesetz schlägt weiter hohe Wellen. Dabei wolle man nicht am Arztvorbehalt kratzen, so Rettungsdienst-Vertreter. Es gehe vielmehr um etwas ganz Anderes. mehr »

Behandlung nicht kostendeckend?

Fußamputationen werden im DRG besser vergütet als deren Verhinderung. Und die Honorierung von Fußambulanzen in der Regelversorgung reicht hinten und vorne nicht. mehr »