Ärzte Zeitung online, 02.10.2017
 

Messe Rehacare

Innovative Konzepte für Reha und Pflege

Die Rehacare, Europas größte Fachmesse für Reha und Pflege, legt den Schwerpunkt dieses Jahr auf innovative Mobilitätslösungen. Aber auch Themen aus dem Versorgungsalltag wie Wundmanagement, Dementenbetreuung, SAPV oder Palliativmedizin spielen eine Rolle.

Von Matthias Wallenfels

Innovative Konzepte für Reha und Pflege

Welche Mobilitätslösung genügt den Bedürfnissen?

© Messe Düsseldorf/ctillmann

DÜSSELDORF. Menschen mit Behinderungen, Pflegebedarf, chronischen Krankheiten oder im Alter benötigen Hilfsmittel, die ihnen ein Mindestmaß an Mobilität ermöglichen. Welche innovativen Lösungen die Branchenanbieter im Portfolio haben, zeigen sie vom 4. bis 7. Oktober in Düsseldorf im Rahmen der Rehacare International, laut Messe Düsseldorf "Europas führende Fachmesse für Rehabilitation und Pflege".

Rund 300 internationale Aussteller stellen demnach Rollstühle, Fahrgeräte und Gehhilfen vor. Komplettiert wird die Produktpalette in diesem Bereich durch die in der Rehabilitationsmesselandschaft einmalige Autoschau der Rehacare: In der Messehalle 6 zeigen 21 Fahrzeug-Umrüster auf 850 Quadratmetern Ausstellungsfläche die technischen Möglichkeiten, Kraftfahrzeuge an fast jede Behinderung anzupassen. Neben dem Kernsegment mit Mobilitäts-und Alltagshilfen, Pflegehilfsmitteln und Kommunikationstechnik für Menschen mit Sinnesbehinderungen bietet die Fachmesse eine Fülle an Ideen und Produkten für barrierefreies Wohnen, Freizeit, Reise sowie ein breites Behindertensportangebot.

Ethikfragen der Dekubitus-Prophylaxe

Unter dem Motto Pflege@home steht in Halle 6 jeder Messetag unter einem eigenen Motto rund um die häusliche Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf.

Am Mittwoch ist Thementag Wunde. Hier beschäftigt sich Dr. Christoph Gerhard, Leitender Arzt Palliativmedizin und Vorsitzender des Ethikkomitees am Katholischen Klinikum Oberhausen, mit ethischen Fragen der Dekubitus-Prophylaxe. Konflikte entstehen, so Gerhard, zwischen dem Wunsch des Patienten nach Autonomie und der fachlich optimalen Vorgehensweise. "Autonomie-zentrierte ethische Fallbesprechungen (Modell KRISE)" böten hier Möglichkeiten der Reflexion und Konfliktlösung.

"Letzte Hilfe" für Palliativpatienten

Der Messe-Donnerstag widmet sich der Palliativmedizin. "Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, das kann jeder lernen", meint Dr. Georg Bollig, Leitender Arzt Palliativ Team S¢nderjylland. Er stellt den Ansatz der "Letzten Hilfe" vor: Eine gute Palliativversorgung kann demnach – oft auch im häuslichen Umfeld – Leiden auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Am Freitag wirbt Trainerin Petra Fercher in puncto Demenz für die Validation, um Angehörigen den Alltag zu erleichtern. Validation bedeutet, die Wahrnehmungen eines Dementen für gültig zu erklären, ihm Weisheit in seiner Verwirrtheit zuzugestehen, ihn weder zu be- noch zu verurteilen.

Der Samstag steht im Zeichen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Hier beleuchtet Anne Mauelshagen, Inhaberin der Senioren-WG "Deheem" für alte, demente, onkologisch, aber auch palliativ zu versorgende Menschen, welche Leistungen im Rahmen der SAPV erbracht werden können.

Rehacare International

- Termin: Die internationale Fachmesse für Rehabilitation und Pflege findet vom 4. bis 7. Oktober in den Messehallen Düsseldorf statt.

- Trendthemen: Wohnen und Pflege, Hilfsmittel, Mobilität sowie die Freizeitgestaltung für Menschen mit Behinderung

- Ticketpreise: E-Tickets sind in der Regel wesentlich günstiger. Die Preise sind gestaffelt nach Messe sowie Foren und Kongress.

Weitere Informationen unter:

www.rehacare.de

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