Ärzte Zeitung online, 23.10.2017
 

Innovationen

Studie: Hälfte aller neuen Arzneimittel enttäuscht

MÜNCHEN. Der Marktstart neuer Medikamente bereitet Pharmamanagern immer häufiger Sorgen: In den vergangenen acht Jahren haben sich nahezu 50 Prozent aller neu eingeführten Arzneimittel schlechter entwickelt als von Branchenexperten prognostiziert. Das ist Ergebnis einer aktuellen Studie der internationalen Managementberatung Bain & Company, die am Freitag vorgestellt wurde. Demnach erwirtschaftete ein Viertel der Produktpremieren sogar nicht einmal die Hälfte des von Analysten erhofften Umsatzes.

Grundlage der Studie ("How to Make Your Drug Launch a Success") ist nach Unternehmensangaben eine Befragung unter 100 Produktmanagern bei den weltweit 20 wichtigsten forschenden Herstellern. Danach habe die Managementberatung die "drei entscheidenden Faktoren für einen gelungenen Markteintritt neuer Pharmazeutika" herausgearbeitet, heißt es. Erfolgreiche Unternehmen würden ihre Produkte erstens durch den "einzigartigen Nutzen für Patienten und Mediziner" differenzieren. Zweitens gewönnen sie Ärzte, die das Medikament verschreiben, als Botschafter für ihr Präparat. Und drittens organisierten sie die Einführungsphase strategisch straff durch. (mh)

Studie zum Download unter tinyurl.com/yb77qauk

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11177)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »