Ärzte Zeitung online, 15.12.2017

Pipeline

Sanofi hofft 2018 auf vier Zulassungen

Sanofi plant für 2018 vier große Zulassungsanträge. Die Anwendungsgebiete: Krebs, Diabetes und unkontrollierbares Asthma.

PARIS. Bei einem Analystenmeeting in Paris gab der Sanofi-Konzern am Mittwoch eine Übersicht seiner wichtigsten F&E-Projekte. Insgesamt umfasse die Entwicklungspipeline derzeit 71 Projekte, darunter 37 völlig neue Wirk- oder Impfstoffe, heißt es. In den kommenden 12 Monaten sollen wenigstens zehn weitere zulassungsrelevante Phase-III-Studien starten.

Unter den reifen Testkandidaten sei etwa der langwirksame GLP-1-Agonist Efpeglenatid gegen Typ2-Diabetes, oder Sanofis erster Checkpointinhibitor Cemiplimab als First-Line-Option gegen nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom.

» Für die Erstindikation dieses gemeinsam mit dem US-Unternehmen Regeneron entwickelten PD-1-Antikörpers, Plattenepithelkarzinome der Haut (CSCC), soll bereits im 1. Quartal kommenden Jahres die Zulassung beantragt werden.

Weitere Einreichungen sind 2018 für Isatuximab, Sotagliflozin sowie Dupilumab vorgesehen:

» Als nächste Indikation für den kürzlich auch in Europa gegen atopische Dermatitis zugelassenen Antikörper Dupilumab (Dupixent®) soll nun "schweres, anhaltendes Asthma" beantragt werden.

» Erstindikation des Anti-CD38-Antikörpers Isatuximab ist rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom (RRMM). Isatuximab wird zusammen mit dem Biotechunternehmen ImmunoGen entwickelt.

» Mit Sotagliflozin arbeiten die Sanofi-Entwickler an einem dualen SGLT1- und SGLT2-Inhibitor, der als erstes zur renalen Zuckerhemmung bei Typ-1-Diabetikern gedacht ist.

Sotagliflozin wurde 2015 von Lexicon Pharmaceuticals einlizenziert, die nach positiven Phase-III-Daten im Juli dieses Jahres ihre Option zum Mitvertrieb im US-Markt ausübten. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »