Ärzte Zeitung, 08.09.2010

Der Tipp zu Versicherungen

Gerüste am Haus sind meldepflichtig

Ärzte sollten es ihren Versicherern melden, wenn an Häusern gebaut wird, in denen sie wohnen oder in denen sich ihre Praxis befindet. Denn Gerüste an der Fassade erhöhen das Einbruchsrisiko. Eine höhere Prämie müssen Mediziner deshalb aber nicht fürchten.

"Teuer wird es nur, wenn der Anbieter nicht über die Gerüste informiert ist und eingebrochen wird", sagt Jens Trittmann vom Bund der Versicherten. Die Hausratversicherung deckt dann nur einen Teil des Schadens ab. Den Rest muss der Betroffene selbst tragen. Der Versicherer sollte noch vor Beginn des Aufbaus informiert werden.

"Wer aus dem Urlaub zurückkommt und plötzlich ein Gerüst vor der Tür stehen hat, verliert aber nicht gleich jeden Schutz", sagt Trittmann. Es reiche, sich dann schnellst möglich bei seinem Anbieter zu melden.

Die Praxisinventarversicherung sieht zum Beispiel für Zahnärzte, die kleine Mengen Gold in ihren Praxen lagern, einen Zusatz vor. "Mit ihnen setzen wir uns zusammen und überlegen gemeinsam, wie das Risiko trotz des Gerüsts möglichst gering gehalten werden kann", sagt Karl-Heinz Silbernagel von der Deutschen Ärzte Versicherung. Dadurch entstünden den Praxischefs aber keine weiteren Kosten. (lks)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Regierung will faire Kassen-Wahl

16:51 UhrBundesgesundheitsminister Spahn wünscht mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Mit einem neuen Gesetz will er das AOK-System umkrempeln. mehr »

Masern-Impfpflicht im Gespräch

Wird die Masern-Impfung bald Pflicht in Deutschland? Laut SPD befindet sich eine solche Vorlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsminister. Die Grünen sind skeptisch. mehr »

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »