Ärzte Zeitung online, 28.10.2011

Bundestag deckelt Provision in der PKV

BERLIN (dpa/eb). In der privaten Krankenversicherung sollen überhöhte Maklerprovisionen der Vergangenheit angehören.

Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend eine Obergrenze, wonach die Provision maximal neun Monatsbeiträgen entsprechen darf.

"Dadurch fließen die Beitragszahlungen mehr in die Leistungen für die Verbraucher und weniger in die Provisionen für die Vermittler", erklärte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU).

Nach Angaben des Bundes der Versicherten waren 16 Monatsbeiträge bislang keine Seltenheit.

"Notfalls klagen wir dagegen"

Der Bundestag beschloss auch eine Teil-Rückzahlung der Provision, wenn ein Versicherter den Vertrag in den ersten fünf Jahren wieder kündigt.

Damit soll verhindert werden, dass Makler ihren Kunden bald nach einem Abschluss einen Versicherungswechsel nahelegen und erneut kassieren.

Der Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute (BVK) hatte sich jüngst gegen die Pläne zur Wehr gesetzt. "Notfalls klagen wir dagegen", sagte BVK-Präsident Michael Heinz anlässlich einer Fachmesse.

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