Ärzte Zeitung, 13.01.2010

Kommentar

Greift nach den Sternen!

Von Rebekka Höhl

Der Kostendruck auf die gesetzlichen Krankenkassen steigt. Gleichzeitig sehen sich die Kassen auch immer mehr in der Situation, ihren Versicherten etwas zu bieten - sonst wandern bei gleichem Beitragssatz irgendwann die Versicherten ab. Eine bessere Verhandlungsposition für Ärzte könnte es also eigentlich kaum geben.

Zumindest in Sachen individuelle Verträge mit den Krankenkassen. Denn hier haben Ärzte den Vorteil, dass sie nicht auf Bundesebene verhandeln müssen. Es kann im Prinzip auch die Krankenkasse vor Ort sein.

Ein Problem dabei gibt es allerdings. Als Einzelkämpfer kommen Ärzte hier nicht weit. Denn keine Kasse wird mit nur einem Arzt einen Vertrag abschließen. Wer aber keine Scheu hat, sich mit Kollegen und vielleicht sogar anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen zusammenzutun und ein Ärzte- oder Versorgungsnetz zu gründen, der sollte sich nicht all zu lange Zeit lassen.

Und sich ruhig einmal trauen, nach den Sternen zu greifen und den Kassen eigene Versorgungskonzepte vorzustellen. Gut durchdacht sollte es allerdings sein. Wer den Kassen dann noch mehr Service für ihre Versicherten mit gleichzeitigem Einsparpotenzial bietet, hat schon fast gewonnen - mit der Aussicht auf mehr Honorar.

Lesen Sie dazu auch:
2010 - das Jahr der Chancen für Praxisnetze

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